Krankheitsbilder - Demenz, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Eine Demenz ist eine meist im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns, bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt.

Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, nur bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Fähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung (Oligophrenie).

Heute sind verschiedene, aber nicht alle Ursachen von Demenzen geklärt, und einige Formen können in einem gewissen Umfang behandelt werden, d.h. die Symptome können im Anfangsstadium einer Demenz verzögert werden. Häufige Ursache einer Demenz sind die Alzheimer Erkrankung und die Mangeldurchblutung des Gehirns („vaskuläre Demenz"), aber daneben gibt es eine Reihe weiterer Erkrankungen, die Ursache einer Demenz sein können.

Mit einer Reihe standardisierter Testverfahren, die in unserer Praxis durchgeführt werden, kann festgestellt werden, ob eine kognitive Leistungsstörung, wie etwa eine vermehrte Vergesslichkeit, Folge einer dementiellen Erkrankung des Gehirns ist. Die Therapie der Demenz richtet sich in erster Linie nach der Ursache: Ist die Demenz die Folge einer anderen Erkrankung wie z. B. einer Infektion, einer Stoffwechselstörung oder einer Depression, so kann sie meist im Rahmen der Behandlung dieser Grunderkrankung mitbehandelt werden. Aber auch für die Alzheimererkrankung sowie für die vaskuläre Demenz gibt es inzwischen medikamentöse Therapieverfahren, die zwar nicht zu einer Heilung, aber doch zu einer wirksamen Verzögerung des kognitiven Leistungsabbaus führen.

Neurozentrum München Pasing